FAQ - frequently asked questions - häufig gestellte Fragen

aktualisiert am 29.01.2019

Hier haben wir für Sie wichtige Informationen zu unserem Projekt und unserem Unterstützungsangebot zusammengestellt:

Was kann bundessache.at konkret tun für Personen mit Behinderung(en), die eine Stelle im Bundesdienst suchen?

bundessache.at bietet Informationen zur Beschäftigung im Bundesdienst.

bundessache.at bietet überdies jenen Personen Unterstützung an, die bei einem Integrationsfachdienst (z.B. Arbeitsassistenz) in Betreuung stehen, hinsichtlich

  • Beschäftigung im Bundesdienst,
  • Absolvierung einer Lehre im Bund

Die Unterstützung bezieht sich v.a. auf die Kontakthaltung mit der betreffenden Bundesdienststelle, bei der eine Bewerbung erfolgt. Diese Kontakthaltung erfolgt in Absprache mit der jeweiligen Arbeitsassistenz bzw. dem jeweiligen betreuenden Fachdienst (bundessache.at kann selber KEINE Klientenbetreuung anbieten, - dies erfolgt durch den lokalen Fachdienst).

bundessache.at verfügt allerdings nicht (!) über einen Pool an "Behindertenplanstellen" (die noch bis 2007 zur Nachbesetzung kamen). Daher geht es im Regelfall um die Aufnahme von Personen mit Behinderung(en) in eine reguläre Planstelle im Bundesdienst oder um die Aufnahme in ein Verwaltungspraktikum oder eine Lehrstelle.

Allerdings gibt es seit 2012 die grundsätzliche Möglichkeit für Bundesdienststellen, Personen mit einem Grad der Behinderung ab 70% (und höher) aufzunehmen: Sofern eine Dienststelle von dieser Möglichkeit Gebrauch macht und uns verständigt, informieren wir die lokalen Arbeitsassistenzen, damit möglichst viele Personen dieser Zielgruppe die Möglichkeit einer Bewerbung nutzen können. Die Arbeitsassistenzen geben diese Informationen an ihre jeweiligen Klientinnen und Klienten weiter.

Was kann bundessache.at konkret tun für Personen mit Behinderung(en), die bereits im Bundesdienst stehen und aufgrund ihrer Behinderung Probleme im Bereich ihrer Arbeit haben?

bundessache.at stellt den Kontakt her zum Angebot des sogenannten Jobcoachings und arbeitet mit diesem Angebot der lokalen Fachdienste eng zusammen: Das Jobcoaching unterstützt beim Erhalt einer gefährdeten Beschäftigung bzw. bei der Suche nach einer Alternative, wenn die bisherige Tätigkeit nicht mehr weiter ausgeübt werden kann.

Was kann bundessache.at konkret tun für Dienststellen des Bundes, die sich über die verlängerte Lehre informieren wollen oder überlegen, in ihrem Bereich eine verlängerte Lehre anzubieten?

bundessache.at bietet Beratung und Unterstützung hinsichtlich der Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Durchführung einer verlängerten Lehre und stellt den Kontakt zu interessierten und geeigneten KandidatInnen ebenso her wie zu den Ansprechpersonen des Jugendcoachings und der Berufsausbildungsassistenz. Neben diesen Akteuren steht bundessache.at während der Lehrausbildung der betreffenden Dienststelle jederzeit für Anfragen zur Verfügung. bundessache.at ersetzt allerdings nicht die Aufgaben und Dienste von Jugendcoaching und Berufsausbildungsassistenz.

Was kann bundessache.at noch für Bundesdienststellen konkret tun?

bundessache.at informiert Dienststellen und einzelne Bedienstete bei Bedarf über unterstützende Angebote für Menschen mit Behinderungen wie z.B. Arbeitsassistenz oder über die Möglichkeit der persönlichen Assistenz am Arbeitsplatz.

bundessache.at unterstützt Dienststellen, die von der Möglichkeit Gebrauch machen, Personen mit einem Grad der Behinderung ab 70% (und höher) aufzunehmen: Da wir mit den jeweiligen lokalen Arbeitsassistenzen in Kontakt stehen, können wir rasch abklären, ob geeignete KandidatInnen dieser Zielgruppe verfügbar sind und deren Bewerbungen veranlassen.

Was kann bundessache.at konkret zur Unterstützung von Integrationsfachdiensten (Arbeitsassistenzen, Projekte etc.) in Österreich tun?

bundessache.at informiert über Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen im Bund, hält Kontakt zu den jeweiligen Dienststellen während der Aufnahmeverfahren und geht bereits erfolgten Bewerbungen beim Bund nach.

bundessache.at stellt bei Bedarf den Kontakt zwischen den Dienststellen und der jeweiligen Ansprechperson bei den Integrationsfachdiensten her.

Bundessache.at ersetzt jedoch nicht die KlientInnenarbeit von Arbeitsassistenzen und Projekten.

Arbeitet bundessache.at auch mit anderen Beratungs- und Anlaufstellen für Menschen mit Behinderung(en) zusammen?

bundessache.at steht in Kontakt mit Organisationen und Anlaufstellen im Umfeld der Beratung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung(en) wie z.B. ÖZIV, KOBV, Behindertenanwaltschaft etc. Dadurch sollen Doppelgleisigkeiten verhindert – und die Effizienz der Arbeit für Menschen mit Behinderung(en) gesteigert werden.

Mit welchen Dienststellen des Bundes arbeitet bundessache.at in Wien und in den Bundesländern zusammen?

In Wien bietet bundessache.at grundsätzlich allen Ministerien und Dienststellen des Bundes Unterstützung an. In den Bundesländern verfolgt bundessache.at ebenso die Zusammenarbeit mit den lokalen Bundesdienststellen (Gerichte, Landesschulräte und Schulen, Finanzämter, Kasernen etc.).

Eine genaue Aufstellung der Bundesdienststellen finden Sie auf der HP des Bundeskanzleramtes.

Kann ich persönlich bei bundessache.at vorsprechen?

Sie können – sofern Sie aus Wien, NÖ oder Burgenland sind und einen Termin in Wien wahrnehmen können - gerne einen persönlichen Beratungstermin mit uns vereinbaren (Tel. 01/288 80 – 546, Mail bundessache(at)wienwork.at). Eine Terminvereinbarung ist unbedingt notwendig. Im Zuge dieses Informationsgespräches können wir Ihnen grundsätzliche Informationen zur Arbeit im Bundesdienst geben, - eine Betreuung selber kann Bundessache nicht anbieten, - dies wird aber von den lokalen Arbeitsassistenzen abgedeckt.

Sofern Sie aus einem anderen Bundesland sind (Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg), wenden Sie sich  bitte an die lokale Ansprechperson von Bundessache in Ihrem Bundesland: Diese Ansprechpersonen finden Sie unter dem Menüpunkt "Kontakt".

Wie ist das Büro von bundessache.at in Wien erreichbar? Ist es barrierefrei?

Das Büro von bundessache.at ist unter der Adresse Sonnenallee 47-51/Stiege 1/Top 2, 1220 Wien, erreichbar:
Die nächstgelegene Station der U-Bahn ist die U2-Endstation Seestadt.

Von der U2-Station ist entweder ein Fußweg von etwa 10 Minuten zurückzulegen oder man fährt zwei Stationen mit der Buslinie 84A von der Station Seestadt (U2) bis zur Station "Hannah-Arendt-Platz".

Fahrplan der U2 (externe Link/Wiener Linien)

Fahrplan der Buslinie 84A (externe Link/Wiener Linien)

Unser Bürogebäude ist barrierefrei zugänglich.

Anfahrtsplan (externe Link/google maps)

Wie lange dauert es, bis ich über bundessache.at zu einem Job im Bundesdienst komme?

Grundsätzlich ist die Aufnahme in den Bundesdienst von der Verfügbarkeit einer entsprechenden Planstelle abhängig. bundessache.at hat auf das Zustandekommen einer Stellenausschreibung keinen Einfluss, nimmt aber nach Vorliegen konkreter Ausschreibungen von regulären Planstellen Kontakt mit den betreffenden Dienststellen auf und klärt ab, welche Möglichkeiten für BewerberInnen mit Behinderung bestehen.

Anschließend werden Integrationsfachdienste und deren KlientInnen über die Stellen informiert. Zudem halten wir  während des gesamten Bewerbungsverlaufes Kontakt mit den PersonalistInnen.

Die Dauer der Wartezeit auf einen Dienstposten ist überdies abhängig von weiteren Faktoren, auf die bundessache.at keinen Einfluss nehmen kann (Qualifikation der BewerberInnen, der Anzahl der jeweiligen MitbewerberInnen etc.).

Aufgrund der Vielzahl an InteressentInnen und der eher geringen Zahl an Aufnahmen in den Bundesdienst raten wir jedenfalls grundsätzlich davon ab, die eigene Arbeitsuche nur im Bereich des Bundes durchzuführen bzw. darauf zu beschränken.

Arbeitet bundessache.at mit dem AMS zusammen?

bundessache.at arbeitet im Auftrag des Sozialministeriumservice und in Kooperation mit dem Bundeskanzleramt und dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. Ein indirekter Kontakt ergibt sich z.B. im Fall einer verlängerten Lehre, wo die Zustimmung des AMS vorgesehen ist.

Reha-Beraterinnen und -Berater des AMS Wien werden seitens bundessache.at auch über ausgewählte Stellenangebote des Bundes informiert.

Kann ich über bundessache.at zu einer "Behindertenplanstelle" im Bundesdienst kommen?

Eigene Planstellen für Menschen mit Behinderungen und einem GdB ab 50% wurden im Bund bis etwa 2007 (nach)besetzt.

Seit 2012 gibt es die grundsätzliche Möglichkeit für Bundesdienststellen, begünstigt behinderte Personen mit einem GdB ab 70% und höher aufzunehmen.

Wenn Sie sich für eine solche Planstelle interessieren und in Betreuung eines Integrationsfachdienstes (z.B: einer Arbeitsassistenz) stehen, werden Sie von Ihrem Integrationsfachdienst über eine solche freie Stelle informiert (wir stehen in laufendem Kontakt zu den Arbeitsassistenzen und verständigen sie, wenn eine solche Stelle vergeben wird).

Kann ich über bundessache.at zu einer Behindertenplanstelle im Landesdienst oder bei einer Gemeinde, einem Magistrat, einer Bezirkshauptmannschaft etc. kommen?

Der Auftrag von bundessache.at umfasst vorrangig den Bundesdienst in ganz Österreich (in allen Bundesländern) und nur in geringerem Ausmaß Fragen zur Anstellung im Landesdienst oder bei einer Gemeinde. Ebenso können wir nur ausgewählte Stellenangebote von ausgegliederten Organisationen des Bundes (z.B. Universitäten) in unsere Arbeit miteinbeziehen.

Welche Voraussetzungen bzw. Qualifikationen benötige ich grundsätzlich, um im Bundesdienst arbeiten zu können?

Für eine reguläre Planstelle im Bundesdienst müssen BewerberInnen alle in der Stellenausschreibung genannten wesentlichen Voraussetzungen und Qualifikationen erfüllen. Dies gilt ebenso uneingeschränkt für Personen mit Behinderung(en), die sich um eine solche Planstelle bewerben.

Die detaillierten Voraussetzungen einer Stelle hängen von der jeweiligen Verwendung bzw. vom jeweiligen Berufsbild ab (z.B. sind bei administrativen Tätigkeiten verständlicherweise aktuelle EDV-Anwenderkenntnisse ebenso vonnöten wie orthographische Sicherheit, sprachliche Ausdrucksfähigkeit etc.).

Für manche Stellen im Bundesdienst werden zusätzliche Überprüfungen vorgenommen (z.B. die sogenannte Verlässlichkeitsprüfung oder Sicherheitsüberprüfung). Dabei geht es um die Abklärung von Voraussetzungen einer Tätigkeit in einem Bereich, der in einem sensiblen Umfeld (aufgrund interner Sicherheitsbestimmungen) liegt. Sollte es im Rahmen einer solchen Überprüfung zur Absage einer Bewerbung kommen, bedeutet dies ausdrücklich nicht eine generelle Ablehnung einer Beschäftigung im Bundesdienst, sondern bezieht sich lediglich auf die Beschäftigung in der geplanten Dienststelle.

Kann mir bundessache.at bei einer Versetzung innerhalb des Bundesdiensts helfen?

Bei Versetzungswünschen innerhalb des Bundesdiensts, z.B. von einem Ministerium in ein anderes oder von einer Dienststelle zur einer anderen kann bundessache.at keinen Einfluss nehmen, da es sich hier um stellenplanbedingte Veränderungen handelt, die ausschließlich die jeweiligen Ressorts bearbeiten und entscheiden. Wir stellen aber bei Bedarf gerne den Kontakt zum unterstützenden Angebot des Jobcoachings und zum Mobilitätsmanagement des Bundes her.

Inwiefern muss auch der Bund die Beschäftigungspflicht von Personen mit Behinderungen erfüllen und inwiefern wird dies umgesetzt?

Wie auch die Privatwirtschaft ist der Bund aufgrund des Behinderteneinstellungsgesetzes (BEinstG) verpflichtet, Menschen mit Behinderung(en) zu beschäftigen (vgl. §§1, 2 und 4 BEinstG).

Grundsätzlich kann die gesetzliche Beschäftigungspflicht sowohl durch Neuaufnahmen von Personen mit Behinderung(en) erfüllt werden als auch dadurch, dass bereits bestehende MitarbeiterInnen mit Behinderung die Begünstigteneigenschaft erwerben (durch den Bescheid des Sozialministeriumservice). Daher bedeutet eine Zunahme von beschäftigten Personen mit Behinderung(en) im Bundesdienst nicht zwingend eine ebenso hohe Zunahme an Neuaufnahmen.

Der Bund erfüllt (als gesamte Organisation) seit 2007 die Vorgaben hinsichtlich der Beschäftigungspflicht nach dem Behinderteneinstellungsgesetz.

vgl. dazu u.a. den Personalbericht des Bundes von 2018 (Bundesministerium Öffentlicher Dienst und Sport, Personalbericht 2018, Punkt 6.4.2. > Seite 111)