Chronologie von bundessache.at

2006-2008

  • 2006 Gründung: Auftrag, Aufnahmen von Menschen mit Behinderung im Bund zu koordinieren („Behindertenplanstellen“), Wirkungsbereich: Wien

  • 2007 Entscheidung zum Auslaufen der früheren "Behindertenplanstellen" (für begünstigt behinderte Personen ab einem GdB von 50%).

  • 2008: letzte Aufnahmen im Rahmen dieser Planstellen:
    höchste Zahl an jemals dokumentierten Aufnahmen (38)
    > Ausweitung der Tätigkeit auf das ganze Bundesgebiet
    Einrichtung einer Arbeitsgruppe (BKA, SMS, ÖZIV, KOBV, AASS, Bundessache) zur Erarbeitung von Vorschlägen zur Beschäftigung von MmB nach Ende der „Behindertenplanstellen“.

 

2009-2011

  • Im Vergleich zu 2008 deutliches Absinken der Zahlen der dokumentierbaren Aufnahmen. 

  • Mehrere Aufnahmen in verlängerte Lehren, v.a. auch von Klientinnen und Klienten mit SPF (Aufnahmeverfahren großteils noch ohne Aufnahmetest)

  • Aufbau und Ausweitung der strukturierten Bearbeitung von Ausschreibungen

 

2012-2017

  • Infolge des Aufnahmestopps 2012-2014 werden bestimmte Personengruppen von diesen Einschränkungen ausgenommen, darunter „begünstigt behinderte Personen mit einem GdB von mindestens 70%“

  • Dadurch kommt es ab 2012 zu einem Anstieg der Aufnahmezahlen (u.a. Personen mit hochgradiger Mob.behinderung und Hör- und Sehbehinderung werden wieder stärker angesprochen). Nach 2015 gehen die dokumentierbaren Aufnahmen wieder zurück.

  • Personen mit einem geringeren GdB als 70% haben hingegen deutlich geringere Chancen auf Aufnahmen.

  • Das Projekt "Pädagog*innen mit Behinderung" setzte sich von 2013-2016 mit Möglichkeiten und Hürden für Menschen mit Behinderungen auseinander, die eine pädagogische Ausbildung und Beschäftigung im Bundesdienst anstreben und wurde durch einen Abschlussbericht dokumentiert. Der dafür zuständige Kollege war in dieser Zeit bei wienwork im Bereich der behindertenpolitischen Grundlagenarbeit (im Bereich Bundessache) tätig.

 

2018-2021

  • 2018 – Regionalisierung von bundessache.at: in den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Kärnten, Steiermark, Tirol und Vorarlberg übernehmen lokale Fachdienste die Arbeit; Wien, NÖ und Burgenland wird bisher von Bundessache Wien abgedeckt.

  • 2020 ist trotz Covid19 wieder ein merklicher Anstieg der Aufnahmen zu verzeichnen (v.a. in Planstellen für Personen mit GdB 70%+, aber auch in Lehrstellen und reguläre Planstellen)

  • 2021 weitere Regionalisierung aufgrund der Eingliederung ins Betriebsservice: Niederösterreich und Burgenland erhalten eine eigene regionale Koordination, die Zusammenarbeit zwischen bundesache.at Wien/NÖ und BGLD erfolgt ab nun im Rahmen der neu geschaffenen Region Ost.

  • Der Bund beschließt ein Inklusionspaket zur Aufnahme und (Absicherung der) Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. Auch bundessache.at wird in die Vorbereitungen miteinbezogen.

 

2022-2025

  • Der Schwellenwert für Planstellen, die für begünstigt behinderte Personen eingerichtet werden können, wird von 70% auf 60% abgesenkt. Dadurch können einerseits mehr Menschen mit Behinderung solche Angebote nützen, andererseits haben Bundesdienststellen aufgrund der größeren Zahl an möglichen Bewerbungen auch eine bessere Chance, freie Stellen zu besetzen. Allerdings bleibt es für Menschen mit einem geringeren Grad der Behinderung (als der Schwellenwert) weiterhin schwierig, Chancen auf Aufnahmen zu finden. 
  • ab 2024 erfolgt auch eine Ausweitung der Sensibilisierungsarbeit für Dienststellen:
    Dies geschieht ab 2024 z.B. im Rahmen eines ganztägigen Workshops für Recruiter:innen in der Verwaltungsakademie des Bundes (ebenso 2025 und 2026) sowie in Workshops für einzelne Ressorts (z.B. 2024 im BML/heute BMLUK oder 2025 im BMIMI).

  • Ebenso erfolgt die Erweiterung der Vernetzungsarbeit mit Ressorts im Rahmen unterschiedlicher Veranstaltungen (z.B. Personalmanagement-Tagung des Bundes, Initiative Inklusion BKA III/11) sowie durch Vernetzungen mit Zentralbehindertenvertrauenspersonen und Diversitäts-Abteilungen (Bund und Universitäten).

  • Die quartalsmäßigen Vernetzungen mit dem Sozialministeriumservice sowie mit der Abteilung III/11 des BKA (Inklusionsabteilung) werden vertieft und sind inzwischen ein fixer Bestandteil im Austausch und in der Kommunikation mit diesen Dienststellen.