Reguläre Planstellen und Sonderplanstellen

aktualisiert am 07.12.2016

Die Personalaufnahme im Bundesdienst ist an den sogenannten Stellenplan gekoppelt. Dieser wird laut Budget beschlossen und legt fest, wie viele MitarbeiterInnen eine Dienststelle im Bund beschäftigen bzw. neu anstellen darf. Die Arbeitsstellen im Bund nennt man Planstellen.

Reguläre Planstellen

Im Normalfall ist man als MitarbeiterIn im Bund im Rahmen einer regulären Planstelle beschäftigt, auch viele Menschen mit Behinderung arbeiten auf regulären Planstellen. Die Bewerbung um reguläre Planstellen steht Menschen mit Behinderung genauso offen wie Menschen ohne Behinderung.

Karenzvertretungsstellen bzw. Ersatzkraftstellen

Ein möglicher Einstieg in die Mitarbeit im Bundesdienst sind auch Karenzvertretungsstellen bzw. Ersatzkraftstellen. Sie bieten zumindest den Rahmen einer befristeten Beschäftigung. Eine Beschäftigung über diese Befristung hinaus ist letztlich davon abhängig, ob zu diesem Zeitpunkt eine reguläre Planstelle verfügbar ist. Zudem bietet auch eine befristete Planstelle die Möglichkeit, die bundesinternen Stellenangebote (z.B. zum bundesinternen Wechsel in eine andere Dienststelle) zu nützen. vgl. dazu auch das Angebot des Mobilitätsmanagements des Bundes.

Verwaltungspraktika

Eine weitere Möglichkeit des Einstiegs in die Mitarbeit im Bundesdienst bieten die sogenannten Verwaltungspraktika: In diesem zeitlich befristeten Rahmen (maximal 12 Monate) ist die Mitarbeit in einer Dienststelle möglich. Es handelt sich dabei um eine Mitarbeit im Rahmen einer vollversicherungsplichtigen Beschäftigung (Vollversicherung und Urlaubsanspruch), allerdings begründet ein Verwaltungspraktikum formal ein Ausbildungsverhältnis zum Bund und noch kein Dienstverhältnis (d.h. es handelt sich um eine vollversicherte Beschäftigung aber noch nicht um eine Planstelle). Weiterführende Informationen zu Verwaltungspraktika finden sich auf der HP der Jobbörse des Bundes.

Sonderplanstellen / Behindertenplanstellen

In der Vergangenheit gab es im Bund vermehrt die Möglichkeit, als Person mit Behinderung und einem Bescheid des Bundessozialamts (heute Sozialministeriumservice) zur Zugehörigkeit zum Kreis der begünstigten Behinderten (auch bekannt unter "Feststellbescheid") über 50% Grad der Behinderung (und mehr) eine Sonderplanstelle ("Behindertenplanstelle") zu bekommen. Diese Regelung endete 2007. Allerdings wurde inzwischen eine neue Möglichkeit geschaffen, Personen mit einem Bescheid und Grad der Behinderung ab 70% in gesonderte Planstellen aufzunehmen. Diese grundsätzliche Möglichkeit besteht auch weiterhin nach dem Auslaufen des Aufnahmestopps im Bund (1.4.2012 - 31.12.2014).

Wo sind reguläre Planstellen zu finden?

Offene reguläre Planstellen im Bundesdienst sind auf der Jobbörse des Bundeskanzleramtes und auf den Homepages der einzelnen Ministerien zu finden. Eine Zusammenstellung dieser Homepages finden Sie auch bei uns unter dem Menüpunkt "Stellenausschreibungen der Bundesdienststellen".

Wenn Sie sich für eine reguläre Planstelle oder eine Stelle für Personen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 70% interessieren, können Sie gerne mit uns Kontakt aufnehmen. Zudem melden wir solche Stellen den lokalen Arbeitsassistenzen.

Voraussetzungen für die Zulassung zum Bewerbungsverfahren

Grundvoraussetzung für die Zulassung zum Bewerbungsverfahren ist in der Regel die österreichische Staatsbürgerschaft oder die Staatsangehörigkeit eines Landes, dessen Angehörigen Österreich aufgrund eines Staatsvertrages im Rahmen der europäischen Integration dieselben Rechte für den Berufszugang zu gewähren hat wie österreichischen StaatsbürgerInnen.